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Ratgeber

Google My Maps monetarisieren: So verkaufen Sie Ihre Karte hinter einer Paywall

Google My Maps lässt sich nicht direkt monetarisieren: Es gibt keine Bezahlfunktion, und wer den Link hat, sieht die ganze Karte. Um Ihre Karte zu verkaufen, exportieren Sie sie als KML-Datei und importieren sie in eine Software mit Paywall wie zonokit. Dort ergänzen Sie Texte und Fotos, legen einen Preis fest und teilen die Verkaufsseite. Die Arbeit dafür dauert rund 60 Minuten.

Lukas Reusch

Von , Gründer von zonokit

Aktualisiert am 2. Oktober 2026 · 9 Minuten Lesezeit

Warum Google My Maps keine echte Paywall kennt

Google My Maps ist ein gutes Werkzeug, um Spots und Routen zu sammeln. Für den Verkauf ist es nicht gebaut. Es gibt keine Bezahlfunktion, und die Freigabe kennt nur drei Wege:

  • Linkfreigabe: Jeder, der den Link hat, sieht die ganze Karte. Ein verkaufter Link wird weitergeleitet, einer kauft, fünf nutzen.
  • Öffentlich im Web: Die Karte ist für alle auffindbar. Das ist das Gegenteil einer Paywall.
  • Freigabe für bestimmte Personen: Sie tragen jeden Käufer einzeln mit seinem Google-Konto ein. Das funktioniert für eine Handvoll Käufer, nicht für eine Community. Und wer kein Google-Konto nutzen will, bleibt außen vor.

Dazu kommt: Wer die Karte sehen darf, kann ihre Daten in der Regel auch herunterladen. Einen Schalter, der das verhindert, bietet Google My Maps nicht. Und die Karte trägt immer die Oberfläche von Google, nicht Ihr Logo und Ihre Farben.

Die üblichen Behelfe und ihre Grenzen

Wer eine My-Maps-Karte trotzdem verkaufen will, landet meist bei einem dieser Wege:

Den Link über Gumroad, Stan oder Digistore24 verkaufen

Der Käufer zahlt und bekommt den Link zur Karte. Das ist schnell eingerichtet.

Die Grenze

Der Link ist danach frei und funktioniert für jeden, dem der Käufer ihn schickt. Eine Bindung an die Person gibt es nicht.

Die Karte auf einer passwortgeschützten Seite einbetten

Klingt nach Paywall: Nur wer das Passwort kennt, sieht die Seite mit der Karte.

Die Grenze

Google erlaubt das Einbetten nur, wenn die Karte öffentlich ist. Das Passwort schützt die Seite, nicht die Karte.

Käufer einzeln freigeben

Nach jedem Kauf tragen Sie die Google-Adresse des Käufers von Hand in die Freigabe ein.

Die Grenze

Kostet bei jedem Verkauf Zeit und scheitert, sobald jemand eine andere Adresse angibt oder kein Google-Konto hat.

Was Sie für den Umzug brauchen

Die gute Nachricht: Ihre Arbeit in Google My Maps ist nicht verloren. Spots, Routen, Namen und Beschreibungen nehmen Sie mit. Für die Anleitung brauchen Sie:

  • Ihre Karte in Google My Maps, angemeldet mit dem Google-Konto, dem sie gehört
  • rund 60 Minuten Zeit, verteilt auf sechs Schritte
  • Ihre Fotos in guter Auflösung und, falls vorhanden, aufgezeichnete Tracks als GPX
  • Ihr Impressum und Ihre Rechtstexte. Vorlagen dafür gibt es in zonokit.

Anleitung: In 60 Minuten von My Maps zum bezahlten Guide

Die Zeitangaben sind reine Arbeitszeit für eine Karte mit rund 30 Spots. Bei mehr Spots dauert vor allem Schritt 4 länger.

Schritt 1 2 Minuten

zonokit-Konto erstellen

Erstellen Sie zuerst Ihr Konto, denn den Zugang schicken wir Ihnen in der Regel innerhalb eines Werktags. So können Sie in der Zwischenzeit die Karte exportieren und Ihre Fotos zusammensuchen.

  1. Öffnen Sie die Registrierung.
  2. Wählen Sie als Art des Guides Travel Guide.
  3. Starten Sie mit dem Demo-Guide, wenn Sie sich erst umsehen wollen, oder mit einem leeren Projekt.
  4. Tragen Sie Ihren Namen als Creator und Ihre E-Mail-Adresse ein.

Schritt 2 5 Minuten

Karte aus Google My Maps als KML exportieren

  1. Öffnen Sie Ihre Karte in Google My Maps auf dem Computer.
  2. Klicken Sie im linken Bereich neben dem Kartentitel auf das Menü mit den drei Punkten.
  3. Wählen Sie In KML/KMZ exportieren.
  4. Wählen Sie im Auswahlfeld die gesamte Karte, nicht nur eine Ebene.
  5. Setzen Sie den Haken bei der Option, als KML statt KMZ zu exportieren, und laden Sie die Datei herunter.

Schritt 3 10 Minuten

KML- und GPX-Dateien in zonokit importieren

In Google My Maps ist jeder Spot ein Punkt mit Name und Beschreibung. In zonokit bekommt jeder Spot eine Eintragsart wie Stellplatz, Aussichtspunkt oder Café, mit eigenem Symbol und eigenen Angaben.

  1. Legen Sie im zonokit Studio die Eintragsarten an, die Ihr Guide braucht. Ihre Ebenen aus Google My Maps sind dafür ein guter Ausgangspunkt.
  2. Öffnen Sie den Import-Assistenten und laden Sie die KML-Datei hoch.
  3. Ordnen Sie die Felder zu: Name und Beschreibung aus Google My Maps landen in den passenden Feldern Ihrer Eintragsart.
  4. Prüfen Sie die importierten Einträge. Die Duplikaterkennung zeigt, wenn ein Spot doppelt vorkommt.
  5. Haben Sie Touren mit komoot, Garmin oder einer anderen App aufgezeichnet? Laden Sie die GPX-Dateien zusätzlich hoch, dann liegen die exakten Tracks auf der Karte.

Schritt 4 25 Minuten

Spots und Routen mit Inhalten und Medien aufwerten

Hier entsteht der Unterschied zwischen einer Liste mit Pins und einem Guide, für den man bezahlt. Nehmen Sie sich zuerst die Spots vor, die Ihre Community am meisten interessieren.

  • Fotos und Videos: Laden Sie Ihre Fotos in voller Auflösung hoch. Videos betten Sie direkt ein, etwa von YouTube.
  • Eigene Angaben: Legen Sie Felder an, die unterwegs zählen, etwa Schwierigkeit, Parken, beste Tageszeit oder Öffnungszeiten. Ihre Käufer können später danach filtern.
  • Ihre Tipps: Schreiben Sie zu jedem Spot, was nirgendwo sonst steht. Genau dafür bezahlt Ihre Community.
  • Sammlungen: Bündeln Sie Spots zu Themen wie „Die schönsten Aussichtspunkte“ oder „Tag 3 der Route“.
  • Redaktionelle Seiten: Ergänzen Sie Seiten zu Anreise, bester Reisezeit oder Packliste, mit Querverweisen auf die Spots.

Schritt 5 13 Minuten

Marke, Preis und Verkaufsseite einrichten

  1. Marke: Hinterlegen Sie Logo, Farben und Cover-Bild. Eine eigene Domain können Sie jetzt oder später verbinden.
  2. Preis: Legen Sie den Preis als Einmalkauf fest, auf Wunsch mit begrenzter Laufzeit.
  3. Verkaufsseite: Stellen Sie die Seite aus Bausteinen zusammen: Titelbild, Text, Bilder, Karte, Fragen und Antworten, Stimmen Ihrer Community.
  4. Rechtstexte: Prüfen Sie Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung und Datenschutzerklärung. Die Zustimmung im Checkout wird dokumentiert.
  5. Stripe: Verbinden Sie Stripe für die Auszahlung. Haben Sie noch kein Konto, legen Sie es im Onboarding in wenigen Minuten an. Die Zahlungen gehen direkt an Sie, Steuern werden automatisch berechnet und jeder Käufer erhält eine Rechnung.

Schritt 6 5 Minuten

Guide veröffentlichen und die Google-Karte auf privat stellen

  1. Stellen Sie den Guide auf veröffentlicht. Fehlt noch etwas, etwa die Stripe-Verbindung, weist das Studio Sie darauf hin.
  2. Teilen Sie den Link zur Verkaufsseite in Bio, Story und Video-Beschreibungen.
  3. Öffnen Sie Ihre Karte in Google My Maps, klicken Sie auf Teilen und schalten Sie die Linkfreigabe ab. Sonst bleibt die kostenlose Version weiter im Umlauf.

Käufer zahlen auf der Verkaufsseite und erhalten ihren Zugang per Login-Link an die eigene E-Mail. Ein weitergeleiteter Link führt nur zur Kaufseite. Neue Spots ergänzen Sie jederzeit, alle Käufer sehen sie sofort.

Typische Fehler beim Verkauf

  • Die alte Karte bleibt freigegeben. Wer den alten Link noch hat, braucht Ihren Guide nicht zu kaufen. Schalten Sie die Freigabe in Google My Maps ab.
  • Nur Pins, keine Tipps. Koordinaten findet man auch anderswo. Ihre Erfahrung zu jedem Spot ist das, wofür Ihre Community zahlt.
  • Der Guide wird nie aktualisiert. Ein Spot, der geschlossen hat, kostet Vertrauen. Halten Sie den Guide aktuell, Ihre Käufer sehen Änderungen sofort.

Mehr zu den Möglichkeiten, einen Guide zu verkaufen, lesen Sie unter Travel Guide verkaufen. Einen Überblick über alle Funktionen finden Sie auf der Seite Funktionen.

FAQ

Häufige Fragen zu Google My Maps und Paywall

Kann man Google My Maps direkt monetarisieren?

Nein. Google My Maps hat keine Bezahlfunktion und keine Paywall. Sie können eine Karte nur per Link, öffentlich oder für einzelne Google-Konten freigeben. Um mit einer My-Maps-Karte Geld zu verdienen, exportieren Sie sie als KML und veröffentlichen sie in einer Software mit Paywall.

Gibt es eine Paywall für Google My Maps?

Nicht innerhalb von Google My Maps. Behelfe wie ein verkaufter Link oder eine passwortgeschützte Website mit eingebetteter Karte schützen die Karte selbst nicht: Der Link lässt sich weitergeben, und zum Einbetten muss die Karte öffentlich sein. Eine echte Paywall bindet den Zugang an den Käufer, etwa per Login-Link an seine E-Mail.

Wie verkaufe ich eine Google-My-Maps-Karte?

Exportieren Sie die Karte in Google My Maps als KML-Datei und importieren Sie sie in eine Software mit Paywall wie zonokit. Dort ergänzen Sie Fotos und Tipps, legen einen Preis fest und teilen die Verkaufsseite, etwa per Link in Bio. Käufer zahlen auf der Verkaufsseite und erhalten ihren Zugang per Login-Link an die eigene E-Mail.

Wie verdiene ich Geld mit meinen Google-Maps-Spots?

Indem Sie Ihre Spots als Guide verkaufen, den nur Käufer öffnen: mit Ihren Fotos, Tipps und Angaben wie Parken oder bester Tageszeit. Die Zahlung geht per Stripe direkt an Sie. Mit Aktionscodes erreichen Sie Ihre Community zum Launch, mit Zugangsschlüsseln geben Sie den Guide etwa an Workshop-Teilnehmer weiter. Wie viel Sie verdienen, hängt vor allem von Ihrer Reichweite und davon ab, wie viel Erfahrung in Ihren Tipps steckt.

Wie schütze ich eine Google-My-Maps-Karte vor Weitergabe?

Innerhalb von Google My Maps kaum: Eine per Link geteilte Karte sieht jeder, der den Link hat, und wer die Karte sehen darf, kann ihre Daten in der Regel herunterladen. Wirksam ist nur, den Zugang an die Person zu binden. Bei zonokit loggen sich Käufer per Link an ihre eigene E-Mail ein, ein weitergeleiteter Link führt nur zur Kaufseite. Schalten Sie danach die Linkfreigabe der alten Karte in Google My Maps ab.

Darf ich meine Google-My-Maps-Karte verkaufen?

Ihre eigenen Inhalte, also Spots, Routen, Texte und Fotos, gehören Ihnen und Sie können sie verkaufen. Inhalte, die Sie aus Google Maps übernommen haben, etwa Fotos oder Beschreibungen anderer Nutzer, gehören nicht dazu. Ersetzen Sie diese vor dem Verkauf durch eigene.

Gehen meine Daten in Google My Maps beim Export verloren?

Nein. Der Export erzeugt eine Kopie als KML-Datei, die Karte in Google My Maps bleibt unverändert. Nach dem Umzug sollten Sie die Linkfreigabe dort abschalten, damit die kostenlose Version nicht weiter im Umlauf ist.

Kann ich GPX statt KML verwenden?

Google My Maps exportiert nur KML und KMZ, kein GPX. zonokit importiert KML direkt, Sie brauchen also keine Umwandlung. Tracks, die Sie mit komoot, Garmin oder einer anderen App aufgezeichnet haben, laden Sie zusätzlich als GPX hoch.

Brauchen meine Käufer ein Google-Konto oder eine App?

Nein. Der Guide läuft im Browser auf Smartphone und Desktop. Käufer erhalten ihren Zugang per Login-Link an die eigene E-Mail.

Aus Ihrer Karte wird ein Guide, den Sie verkaufen.

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